iREM ist eine Alternative in der Krebsbehandlung –
aber keine alternative Krebsbehandlung.

Im Laufe langjähriger intensiver Forschungsarbeit gelang es Dr. Öz, bösartige Tumorzellen in gutartige überzuführen, sprich umzuerziehen. Dieser Schritt könnte in der Behandlung von Krebs wegweisend sein: Denn gutartige Tumore schränken möglicherweise Körperfunktionen des Patienten ein, führen jedoch normalerweise nicht zum Tod, wie das bei Krebs noch viel zu häufig der Fall ist.

Diese Methode der Umerziehung wurde mit dem Akronym iREM benannt, immunological Re-Education of Malignancy (was sich mit "immunologische Umerziehung des Bösartigen" leider nur etwas holprig ins Deutsche übersetzen lässt).

Bei der Methode iREM wird dem Patienten (operativ) Tumormaterial entnommen, das anschließend im Labor kultiviert und vermehrt wird. Im Folgenden werden die Tumorzellen so manipuliert, dass das Immunsystem sie als abtrünnig erkennt.

Therapeutisch bedeutsam ist der nun anstehende nächste Schritt, der in der Sensibilisierung des Immunsystems besteht. Die Immunzellen des Patienten werden mit den modifizierten Tumorzellen bekannt gemacht: Immunologisch erfolgt eine Art von "Beschnuppern", ein "Sich-Aneinander-Annähern". In dieser Phase erkennt das Immunsystem die Fehlerhaftigkeit der Tumorzelle und leitet einen Umerziehungsprozess ein.

Im Gegensatz zu anderen Ansätzen, die sich auf die Zerstörung der Tumorzellen konzentrieren (z. B. Chemotherapie, Dentritische Zelltherapie bzw. die sog. Tumor-Abwehrstoffe der Alternativmedizin-Szene etc.), basiert iREM somit darauf, den natürlichen Tod der Tumorzellen herbeizuführen.

Diese speziell ausgebildeten Leukozyten werden anschließend dem Patienten transferiert und beginnen im Körper sofort mit ihrer erzieherischen Arbeit. Die beschriebene Sensibilisierung zeigt keinerlei beeinträchtigende Nebenwirkungen und bleibt im Übrigen (wahrscheinlich) lebenslang aktiv.